Auszeit?
Auszeit beenden

„Still eine Kerze angezündet.“

Wann waren Sie das letzte Mal in einer Kirche?

• 40 % Ich habe in den letzten 12 Monaten keine Kirche besucht
• 39 % weil ich eingeladen war auf einer Hochzeit, Taufe oder Beerdigung
• 34 % weil ich an einem Gottesdienst teilgenommen habe
• 31 % um Weihnachten zu feiern
• 26 % um zu beten
• 23 % um eine Kerze anzuzünden
• 22 % um sie zu besichtigen
• 21 % um mich still hinzusetzen
• 13 % um ein Konzert anzuhören
(Quelle: Kantar EMNID-Institut im Auftrag von chrismon. Mehrfachnennungen waren möglich. Die vollständigen Ergebnisse der repräsentativen Umfrage (1010 Befragte) finden Sie unter chrismon.de/umfrage).

Für mich als Pfarrer ist es selbstverständlich die Kirche regelmäßig zu besuchen. Ich habe fast jeden Sonntag Gottesdienst in einer unserer drei Kirchen. Jede Kirche ist irgendwie anders. Auch die Kirchen in unseren drei Gemeinden Emmershausen, Gemünden und Rod, haben ihren eigenen Charme. Die Roder Kirche ist großzügig angelegt und zusammen mit dem Pfarrhaus und dem Pfarrhof bildet sie ein unvergleichliches Ensemble, das zum Verweilen einlädt. Die Kirche in Emmershausen ist klein und kompakt. Man sieht ihr, ihre mittelalterliche Herkunft an. Sie spendet Geborgenheit und hat etwas mütterliches. Die Kirche in Gemünden ist eigentlich eher ein Saal im ehemaligen Schulgebäude, in dem früher auch der Lehrer wohnte. Mit Tischen und Stühlen darin, kann man sie sich auch als Unterrichtssaal vorstellen. Es ist schön für mich in diesen Kirchen Gottesdienst zu halten und die besondere Atmosphäre dieser heiligen Orte zu genießen.
Früher gehörte der Kirchgang zu den selbstverständlichen Gepflogenheiten einer Dorfgemeinschaft. Doch wer kommt heute eigentlich in die Kirche zu uns? Die meisten, die regelmäßig in den Gottesdienst gehen, kennen sich untereinander. Die Begegnung im Gottesdienst dient dem Seelenfrieden und stärkt die Gemeinschaft untereinander. Leider ist der Kirchenbesuch schon seit vielen Jahren rückläufig. Woran das im Einzelnen liegt, ist nicht so leicht zu sagen. Viele stören sich an Liedern, die sie nicht mitsingen können oder an einer wie auch immer unverständlichen Liturgie. Es fehlt an der Übung. Wer die Kirche nicht regelmäßig besucht, der fremdelt dann auch mit der Zeit.
Doch der Gottesdienstbesuch ist nicht alles. Wenn man einer Umfrage glauben darf, dann waren die meisten Menschen im vergangenen Jahr nicht wegen einem Gottesdienst in der Kirche, sondern weil sie darin eingeladen wurden. Eine Taufe z. B. oder eine Hochzeit bzw. eine Beerdigung sind für viele Menschen ein interessanter Anlass unsere Kirchen kennenzulernen und sich an ihnen zu erfreuen. Auch Weihnachten ist ganz wichtig. Da sind unsere Kirchen voll, Gott sei Dank. Es braucht also einen besonderen Anlass, um Menschen zu motivieren in die Kirche zu gehen, dort zu feiern bzw. zu klagen. Erstaunlich ist, dass sich viele auch allein in der Kirche wohlfühlen würden, wenn man ihnen die Gelegenheit lässt, um dort z. B. eine Kerze anzuzünden. Konzerte in der Kirche sind eigentlich beliebt, warum sie in der Umfrage so schlecht beurteilt werden, ist schwer zu sagen.
Dass ca. 40 % im letzten Jahr gar keine Kirche besucht haben, nicht einmal im Urlaub, ist bedauerlich, andererseits gehört das längst zu unserem kirchlichen Alltag. Der Kirchenbesuch hat seine früher gewohnte Selbstverständlichkeit verloren, und eine Sonntagspflicht gab es in der evangelischen Kirche nie. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. In Bayern waren drei Viertel der Menschen in einem Gotteshaus – in Berlin dagegen nicht mal jeder dritte Befragte.
Die Ergebnisse dieser Umfragen sagen uns nichts unbedingt neues, aber sie zeigen uns welchen Wert unsere Kirchen für die Menschen immer noch haben, und dass es wert und wichtig ist, sie auch in Zukunft zu erhalten. In ihnen haben Menschen über Jahrhunderte Gott gesucht, sie haben gebetet und geklagt, sie haben ihre Sorgen und Wünsche vor Gott ausgebreitet in der Hoffnung auf Trost und Ermutigung. Dafür brauchen auch wir heute noch Orte und Zeiten, und dafür stehen unsere Kirchen ein.
Ich wünsche Ihnen liebe Leserin und lieber Leser ein glückliches und gesegnetes Jahr 2020.
Ihr Pfarrer Peter Lehwalder

Seien Sie mutig !

Nicht nur die Feuerwehr auch die Kirche kann ohne Ehrenamt nicht existieren. Nicht nur dieser Gemeindebrief würde ohne Ehrenamtliche nicht existieren, könnte nicht in Ihren Händen sein. Ehramtliche machen das Layout, die Redakteure sind Ehrenamtler, Beiträge kommen von Ehrenamtlichen und Ehrenamtliche tragen ihn zu Ihnen nach Hause in Ihren Briefkasten. Müsste alle diese Arbeit bezahlt werden, so würde unsere Kirche in vielen Bereichen tot sein.
Deshalb möchten wir Ihnen hier Mut zum Ehrenamt machen.
Wer Lust hat, ehrenamtlich mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen!
Melden Sie sich bei Ihrem Kirchenvorstand oder im Pfarrbüro unter Tel. 356. Bärbel Sorg

Flucht aus dem Schlaraffenland

Dir fällt die Decke auf den Kopf?
Dann geh hinaus.
Du weißt nicht, was Du machen sollst?
Dann mach, was andere erfreut.
Du fühlst Dich überflüssig? Dann suche Dir eine sinnvolle Beschäftigung. Suche Dir ein Ehrenamt, eine Tätigkeit, mit der Du für andere da sein kannst.
Warte nicht ungeduldig darauf, dass Dich endlich Deine Kinder und Enkelkinder besuchen und Dir wie gebratene Tauben in den Mund fliegen.
Flieh aus dem Schlaraffenland, denn dort ist es nach einiger Zeit elend langweilig.
Geh auf andere zu, reich ihnen Deine Hand—und wenn Du das nicht mehr kannst, dann falte für sie Deine Hände.
Reinhard Ellsel

Bethelsammlung 2020

FAIR HANDELN MIT ALTTEXTILIEN
Recycling ist nicht nur gut für die Umwelt, es schafft Arbeitsplätze und ist auch aus sozialer Sicht empfehlenswert. Kaum zu glauben, dass es diese Idee bereits im Jahr 1890 gab - bei der Gründung der Brockensammlung Bethel. Was vor mehr als 125 Jahren begann, ist heute dank der Hilfe von rund 4500 Kirchengemeinden in Deutschland aktueller denn je. Knapp 10.000 Tonnen Alttextilien werden der Brockensammlung Bethel jedes Jahr anvertraut.
Dank der Kleider- und Sachspenden können in der Brockensammlung rund 90 Menschen beschäftigt werden. Knapp 20 Mitarbeiter haben eine Beeinträchtigung, die es ihnen erschwert, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Beim Sammeln, Sortieren und Verkaufen der Altkleider werden hohe Standards eingehalten. Die Brockensammlung Bethel hat sich dafür dem Dachverband FairWertung angeschlossen. Er steht für Transparenz und Kontrolle, sowohl in Bezug auf ein fachgerechtes Recycling wie auf einen ethisch vertretbaren Handel mit anderen Ländern. Erlöse aus dem Verkauf, zu dem auch ein großer Secondhand Laden in Bethel beiträgt, kommen der Arbeit der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zugute.
Wir sammeln dieses Jahr wieder mit. Gute, tragbare Kleidung und Schuhe können abgegeben werden.
Sammelstellen:
4. April 2020 Cratzenbach 10-17 Uhr im DGH
4. April 2020 Emmershausen 10-17 Uhr im DGH im
„Sahnehäubchen“

4. April 2020 Gemünden 10-12 Uhr im Backes

30.3.—4.4.2020 Rod an der Weil 10–18 Uhr Garage im Pfarrhof

Bethel-Sammelsäcke gibt es in der Kirche, im Pfarrbüro oder der in der Garage im Pfarrhof-Rod.

NOVASmobil

Bei Fragen und Unterstützung:
NOVASmobil ist ein neues Angebot, welches in Kooperation mit dem Hochtaunuskreis im Mehrgenerationenhaus aufgebaut wird. NOVASmobil berät trägerneutral, kostenlos und vertraulich! NOVASmobil steht für: Netzwerk, Offenes Ohr, Vermittler, An-sprechpartner für Seniorenbelange u. mobil. Sie können anrufen, wenn Sie:
 für ein Gespräch, ein offenes Ohr suchen
 Fragen zu Versorgung, Einkaufen, Mittagessen, Unterstützun-gen im Haushalt, oder zu sämtlichen Angeboten für Senioren haben
 Fragen zur Unterstützung haben, wenn Sie nicht mehr alle Aufgaben alleine bewältigen können
In jeder Kommune gibt es spezielle Angebote, über die wir Ihnen Auskunft geben können. Das sind zum Beispiel Freizeitaktivitäten von Vereinen, von den Kirchengemeinden und den Kommunen. Es gibt noch vieles mehr, fragen Sie einfach bei NOVASmobil nach!
Das Hilfetelefon unter der Nummer: 06081 9589931
Telefonzeiten:
Montag 10.00 – 12.00 Uhr
Dienstag 15.00 – 17.00 Uhr
Mittwoch 10.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag 10.00 – 12.00 Uhr
Freitag 10.00 – 12.00 Uhr
Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Sonja Brüser. Sie kommt – in Absprache mit Pfarrer Peter Lehwalder – auch gerne direkt zu Ihnen nach Hause, wenn es nötig und möglich ist.
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